Selbsttest: Wie hoch ist Ihr Burnout-Risiko?

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Mann am Schreibtisch
© lukasbieri/pixabay.com

Berufsunfähigkeit ist nach wie vor ein Thema, das von den meisten Deutschen unterschätzt wird. Dabei ist mittlerweile jeder vierte Deutsche im Laufe seines Arbeitslebens von Berufsunfähigkeit betroffen. Die Ursachen können vielfältig sein. Wer sich aufgrund seines Bürojobs in Sicherheit wiegt, der irrt.


Berufsunfähigkeit? Das passiert mir nicht. So denkt ein Großteil der deutschen Beschäftigten. Und ein Großteil der deutschen Beschäftigten irrt. Denn es trifft fast jeden vierten. Die Ursachen für Berufsunfähigkeit sind vielfältig. Anders als häufig angenommen, sind nicht körperliche Leiden oder Unfälle die Hauptgründe. Am häufigsten tritt Berufsunfähigkeit wegen psychischen Erkrankungen auf, die zum Beispiel durch Stress hervorgerufen werden. Erst danach folgen Ursachen wie Rückenprobleme, Unfälle und Herz- oder Krebserkrankungen.

Besonders in der heutigen Arbeitswelt erkranken immer mehr Menschen an Burnout. Im Zusammenhang mit Berufsunfähigkeit ist die Krankheit durchaus ernst zu nehmen. Denn sie entsteht durch Auslöser, denen nahezu jeder Arbeitnehmer einmal ausgesetzt ist. Dazu gehören unter anderem geringe Anerkennung im Job, hohe Verantwortung, Zeit- und Leistungsdruck, monotone Routinen und wenig Gestaltungsspielraum, schlechtes Unternehmensklima und unrealistisch hohe Zielvorgaben.

Selbsttest

Mit folgendem Selbsttest können Sie einschätzen, wie hoch Ihr eigenes Risiko ist, an Burnout zu erkranken. Überlegen Sie, ob die jeweiligen Aussagen auf Sie zutreffen (0 = überhaupt nicht, 5 = voll und ganz).

Emotionale Erschöpfung012345
Ich fühle mich oft müde und ausgelaugt.





Es fällt mir schwer, mich zur Arbeit aufzuraffen.





Ich bin oft und schnell gereizt.





Ich fühle mich körperlich geschwächt.





Ich fühle mich emotional erschöpft.





Meine Arbeit macht mir keine Freude mehr.





Distanziertheit012345
Ich habe keinen persönlichen Bezug mehr zu meiner Arbeit, sie ist nur noch Routine.





Es fällt mir immer schwerer, mich auf andere Menschen einzustellen.





Ich kann anderen Menschen bei der Arbeit nur mit wenig Wertschätzung begegnen.





Meine Kunden / Kollegen / Patienten / o.ä. sind mir zunehmend gleichgültig.





Ich werde bei der Arbeit immer zynischer.





Ich lasse nichts mehr an mich herankommen.





Misserfolge012345
Ich bekomme kein positives Feedback für meine Arbeit.





Ich finde meine Arbeit sinnlos.





Die Anforderungen sind in letzter Zeit immer höher geworden.





Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr arbeite, aber trotzdem weniger bewältige.





Ich habe das Gefühl, dass ich nichts erreiche, egal, wie sehr ich mich anstrenge.





Ich glaube, dass meine Bemühungen, etwas zu ändern, am Ende wirkungslos sind.





Addieren Sie jetzt die Punkte der einzelnen Oberkategorien. Liegt das Ergebnis einer Kategorie bei 19 oder höher, besteht in diesem Bereich Handlungsbedarf, um einem möglichen Burnout vorzubeugen. Addieren Sie die Ergebnisse der einzelnen Kategorien und erhalten einen Gesamtwert von 55 oder höher, können bereits deutliche Burnout-Symptome vorliegen.

Bedenken Sie, dass der Selbsttest nur zu einer ersten Einschätzung beitragen kann, er ersetzt keine professionelle Beratung. Diese sollten Sie allerdings in Anspruch nehmen, wenn Sie das Gefühl haben, von Burnout betroffen oder gefährdet zu sein.

Berufsunfähigkeitsversicherung trägt Risiko

Beschäftigte können das Risiko, an Burnout zu erkranken und berufsunfähig zu werden, absichern. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt monatliche Beiträge und erhält im Falle der Berufsunfähigkeit eine Rente ausgezahlt. Eine solche Versicherung kommt nicht nur für ältere Menschen in Frage. Ganz im Gegenteil: Je jünger der Versicherte beim Abschluss ist, desto günstiger sind die monatlich zu zahlenden Beiträge.

Außerdem ist die finanzielle Belastung für einen jungen Arbeitnehmer umso höher. Denn wer mit 35 Jahren berufsunfähig wird, muss bis zum Rentenbeginn auf seinen Lohn verzichten. Das sind über eine Million Euro (z.B. bei einem Jahresgehalt von 36.000 Euro). Zum Vergleich: Wer mit 20 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer vereinbarten Rente von 1.000 Euro abschließt, erhält diese schon ab ungefähr 17 Euro im Monat. Wenn es nie zum Leistungsfall kommt, zahlt der Versicherte bis zum 60. Lebensjahr etwas mehr als 8.000 Euro ein. Wird er allerdings berufsunfähig und erhält die monatliche Rente, hätte er diese Beiträge nach deutlich weniger als einem Jahr wieder drin.

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