Fake-Shops im Internet: Das müssen Sie wissen

Der Online-Handel entwickelt sich rasant weiter. Immer mehr Angebote prasseln auf die Nutzer ein, immer mehr Konkurrenz herrscht zwischen den einzelnen Anbietern. Wer online shoppt, weiß genau, dass sich Vergleiche lohnen. Denn was es auf der einen Webseite zum normalen Preis gibt, wird auf der anderen zu Billigpreisen angeboten.

07.05.2018
  • Lesezeit ca. 2:30 Minuten
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  • 07.05.2018
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Onlineshopping
© Mediamodifier/pixabay.com

Angebote und Preise vergleichen ist nirgends so einfach wie im Netz. Onlineshopping bedeutet in den meisten Fällen auch Schnäppchenjagd. Doch die Gefahr besteht, dass man sich selbst ins Knie schießt. Statt Schnäppchen gibt es dann billige Fälschungen oder überhaupt keine Ware.

Was sind Fake-Shops überhaupt?

Bei Fake-Shops handelt es sich um gefälschte Verkaufswebseiten. Meistens missbrauchen sie die Namen bekannter Marken, um sich zu tarnen. Diese verändern sie kaum merklich – aus adidas wird zum Beispiel adIdas. Dem Nutzer fällt diese kleine Schummelei oft gar nicht auf. Er achtet nicht weiter auf die Adresszeile. Sein Interesse wird vielmehr von den vielen Produkten und den unschlagbaren Preisen angezogen. Da die Webseiten in der Regel sehr professionell gestaltet sind, hat der Nutzer auch gar keinen ersichtlichen Grund, misstrauisch zu werden. Er freut sich lediglich über die günstigen Angebote und bestellt fleißig drauflos. Als nächstes bezahlt er die Ware – meistens per Vorkasse. Er wartet auf seine Bestellung, doch diese kommt niemals an. Oder es kommt eine Lieferung, die in Sachen Qualität rein gar nichts mit dem bestellten Produkt zu tun hat. Egal ob gar keine oder minderwertige Ware, in beiden Fällen ist das Geld weg.

Streitfall? Keine Angst vor hohen Kosten

Im Jahr 2016 gab es laut Bundeskriminalamt mehr als 70.000 Fälle von Warenbetrug im Internet. Der Gesamtschaden belaufe sich hier auf 51 Millionen Euro. Wie viele dieser Fälle konkret mit Fake-Shops zusammenhängen, ist nicht klar. Doch die Zahlen zeigen, wie präsent Betrug beim Onlineshopping ist.

Fake-Shops erkennen

Das ist ja zu schön, um wahr zu sein! Wenn Sie ein Schnäppchen entdecken und das Ihr erster Gedanke ist, dann haben Sie vermutlich recht. Bei auffällig günstiger Ware ist Skepsis geboten. Wer sich nicht sicher ist, ob ein Angebot vertrauenswürdig ist, sollte nach weiteren Hinweisen auf der Webseite Ausschau halten. Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Adresszeile. Gibt es hier Unstimmigkeiten, wie zum Beispiel Schreibfehler oder Abweichungen des Firmennamens, handelt es sich wahrscheinlich um einen Fake-Shop. In einem weiteren Schritt können Nutzer nachsehen, ob die Seite über ein vollständiges Impressum verfügt. Ist kein Impressum vorhanden oder fehlen bestimmte Angaben, ist von einem Kauf auf dieser Seite abzuraten. Ein weiteres Warnsignal können Allgemeine Geschäftsbedingungen sein, die in schlechtem Deutsch verfasst sind. Spätestens wenn sich herausstellt, dass Sie nur per Vorkasse bezahlen können, sollten Sie die Finger vom Kauf lassen. Denn dann zahlen Sie unter Umständen für Ware, die Sie nie erhalten und es gibt keine Möglichkeit, das Geld wieder zurückzuholen.

Lesen Sie auch: Wie sicher sind Online-Käufe wirklich?

Vorsicht bei Gütesiegeln

Viele Käufer verlassen sich beim Onlineshopping auf Gütesiegel. Ist eine Webseite damit ausgestattet, wird Nutzern in der Regel Sicherheit vermittelt. Doch auch Gütesiegel können gefälscht werden. Mit einem einfachen Trick finden Sie heraus, ob das Siegel tatsächlich echt ist: Klicken Sie es einfach an. Denn Gütesiegel sind immer mit der Seite verlinkt, von der sie vergeben werden. Leitet ein Klick Sie nicht auf diese Seite weiter, handelt es sich um eine Fälschung.

Welche Gütesiegel vertrauenswürdig sind, erfahren Sie hier.

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Augen auf beim Amazon-Marketplace

Auf Amazon shoppt es sich in der Regel sicher. Doch der sogenannte Marketplace kann seine Tücken haben. Hier können beliebige Verkäufer ihre Artikel zum Verkauf anbieten. Die Bezahlung wird dann über Amazon abgewickelt. Vorsicht ist geboten, wenn Sie für die Kaufabwicklung auf eine andere Seite weitergeleitet werden. Fordert der Verkäufer Sie auf, die Bezahlung nicht direkt über Amazon vorzunehmen, handelt es sich hoher Wahrscheinlichkeit nach um einen Fake-Shop.


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