Girokonten werden immer teurer

Kostenloses Girokonto? Davon können die meisten Bankkunden nur träumen. Ob monatlicher Grundpreis oder gesonderte Abrechnung für bestimmte Serviceleistungen – so oder so müssen Kunden für ihr Girokonto zahlen. Und die Gebühren werden immer höher.

03.07.2018
  • Lesezeit ca. 2 Minuten
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  • 03.07.2018
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Geldkarte
© mastersenaiper/pixabay.com

Immer mehr Banken treiben ihre Gebühren in die Höhe. Zuletzt haben die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Sparkassen die monatlichen Kosten für ihre Girokonten angehoben. Jetzt zieht auch die ING-Diba mit.

Nur mal schnell die fehlenden 20 Euro für den Einkauf abheben? Daraus wird bald nichts mehr. Denn wer sich vom Automaten nicht eine gewisse Summe auszahlen lässt, muss ab dem 1. Juli 2018 einiges draufzahlen.

Mindestbetrag: 50 Euro

Geldabheben bleibt bei der ING-Diba eigentlich kostenlos. Vorausgesetzt, Kunden halten sich an den Mindestbetrag. In Zukunft muss nämlich jeder, der weniger als 50 Euro am Automaten abheben möchte, ordentlich draufzahlen. 10 Euro fallen dafür im Monat an. Eine Ausnahme besteht nur, wenn auf dem Konto nicht mehr als 50 Euro verfügbar sind. Dann können Kunden sich auch kleinere Beträge auszahlen lassen.

Kunden, die ihre Kreditkarte für Glücksspiele in Casinos oder Lotterien einsetzen, müssen in Zukunft pro Umsatz drei Prozent – mindestens 3,90 Euro – zahlen. Telefonische und schriftliche Überweisungsaufträge kosten schon jetzt 2,50 Euro. 



Geld zahlen, um Geld abzuheben

Die ING-Diba ist längst nicht die einzige Bank, die von ihren eigenen Kunden Geld fürs Abheben verlangt. Auch mehrere Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken winken ihre Kunden vom Geldautomaten direkt weiter zur Kasse. Denn in vielen Fällen müssen diese zahlen, sobald sie Geld bei einer fremden Sparkasse oder VR-Bank abheben. Das klingt zunächst widersprüchlich: Ein Kunde, der bei seiner VR-Bank Geld abhebt, muss dafür nichts bezahlen. Geht er allerdings zu einer anderen Bank aus dem VR-Verbund, können für ihn Gebühren anfallen. Volks- und Raiffeisenbanken, die auf diese Weise abrechnen, verlangen in der Regel etwas mehr als 1 Euro pro Abhebung. Vereinzelt kann es sogar noch teurer werden.

Einige regionale Banken ziehen sogar Gebühren ab, wenn ihre Kunden am eigenen Automaten Geld abheben möchten. Hier gibt es allerdings große Unterschiede. Einige Banken kassieren sofort, andere gewähren zunächst mehrere kostenlose Abhebungen im Monat. Auch die Höhe der Gebühren schwankt von Bank zu Bank. So kassiert die Sparkasse Worms zum Beispiel 60 Cent ab der ersten Abhebung, wohingegen die Volksbank im Harz 5 Cent verlangt und vorher noch fünf kostenlose Abhebungen ermöglicht.

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Hier gibt es noch kostenlose Girokonten

Dem Finanzportal Biallo zufolge muss ein kostenloses Girokonto folgende Kriterien erfüllen: Es dürfen weder Kontoführungsgebühren, noch Kosten für Girokarte oder Überweisungen anfallen. Außerdem darf kein Mindestgeldeingang vorausgesetzt werden. Demnach gibt es bei folgenden Banken noch kostenlose Girokonten:

Direktbanken

1822 Direkt, Comdirect Bank, Consorsbank, Deutsche Skatbank, DKB, Edeka Bank, Fidor Bank, N26, Norisbank, Wüstenrot Bank

Überregionale Banken

BB Bank, Santander Bank

Sparda-Banken

Sparda-Bank Hessen, Sparda-Bank München, Sparda-Bank Südwest

PSD Banken

PSD Bank Karlsruhe-Neustadt, PSD Bank Kiel, PSD Bank Koblenz, PSD Bank Köln, PSD Bank Hessen-Thüringen, PSD Bank München, PSD Bank Nürnberg, PSD Bank Rhein-Ruhr

Sparkassen

Stadtsparkasse Burgdorf, Stadt- und Kreissparkasse Erlangen

VR-Banken

Raiffeisenbank Oberursel, Raiffeisenbank Ottenbach, Raiffeisenbank Westhausen, Rostocker Volks- und Raiffeisenbank, Volksbank Gebhardshain, Volksbank Lauterecken


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