Vandalismus: Wer zahlt Ihr kaputtes Auto?

Schäden durch Vandalismus manövrieren Sie schnell zu finanziellen Schwierigkeiten. Autoreparaturen sind teuer – ganz zu schweigen von einem neuen Auto im Falle eines Totalschadens. Übernehmen Sie rechtzeitig das Steuer und lenken Sie Ihr Auto zur richtigen Versicherung.

28.02.2018
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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    28.02.2018
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Auto steht in Flammen
© vainodesositis/pixabay.com

Die Ausschreitungen des G20-Gipfels sind ein Paradebeispiel: Autobesitzer werden Opfer von Vandalismus und mit ihrer Versicherung fahren Sie gegen die Wand. Da sind oft keine finanziellen Airbags, die den Aufprall abfangen.

Vandalismus ist keine Seltenheit

Doch nicht nur in Zeiten politischen Aufruhrs kommt Vandalismus auf. Brennende Autos, zerkratzter Lack, abgebrochene Außenspiegel oder eingeschlagene Scheiben – all das findet in Deutschland täglich statt. Laut AUTO BILD waren bereits 40 Prozent aller Autofahrer schon einmal von Vandalismus betroffen.



Vandalismus – wer zahlt?

Wer sein Auto demoliert vorfindet, hat meist nicht viele Optionen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen. In den meisten Fällen bleibt der Besitzer auf dem Schaden sitzen. Wer nicht die richtige Versicherung abgeschlossen hat, geht leer aus. Die Kfz-Haftpflicht kommt für keinerlei Schäden durch Vandalismus auf. Mit einer Teilkaskoversicherung fährt man schon etwas besser. Glasbruch oder Schäden durch Feuer werden in der Regel übernommen. Für fast alle Schäden kommt die Vollkaskoversicherung auf. Schäden am Reifen sind allerdings ausgenommen. Darüber hinaus gilt: Versicherte müssen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen. Wer sein Auto beispielsweise in der Nähe von Demonstrationen parkt, hat die Sorgfaltspflicht verletzt und riskiert damit den Versicherungsschutz.

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Selbstbeteiligung und Hochstufung in der SF-Klasse

Die Versicherung zahlt Reparaturkosten, die nötig sind, um den Zeitwert wiederherzustellen. Egal ob Teil- oder Vollkaskoversicherung, für den Autobesitzer fällt dabei eine Selbstbeteiligung an. Diese ist vertraglich festgelegt. Außerdem muss der Geschädigte bei einer Vollkaskoversicherung mit einer Hochstufung in der Schadenfreiheitsklasse rechnen. Diese Hochstufung hat zur Folge, dass der Versicherte deutlich höhere Beiträge zahlen muss.

Versicherte sollten also abwägen, ob sie den Schaden lieber selbst übernehmen. Je höher die vertraglich festgelegte Selbstbeteiligung ist, desto eher lohnt es sich, Kosten selbst zu übernehmen. Wenn es sich um geringe Schäden von bis zu 1.000 Euro handelt, kann es besser sein, nicht auf die Versicherung zurückzugreifen. Um die möglichen Beitragserhöhungen im Voraus zu berechnen und abzuschätzen, können Autobesitzer sich an ihre Versicherung wenden.

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