Renten-Erhöhung 2022: „Ordentliches Plus“ für Rentner

    28.03.2022
  • Lesezeit ca. 1 Minute
Rentner zählen Geld und bestimmen ihre Ausgaben.
© Dmytro Zinkevych/www.shutterstock.com

Nachdem die Renten 2021 im Westen gar nicht und im Osten nur leicht erhöht wurden, können Rentner:innen ab dem 1. Juli mit einem „ordentlichen Renten-Plus“ rechnen. Die Deutsche Rentenversicherung erwartet eine erhebliche Erhöhung, die die „Nullrunde“ des letzten Jahres ausgleichen soll.


Renten-Erhöhungen gab es in den vergangenen Jahren recht zuverlässig. 2021 bildet eine Ausnahme. Zum 1. Juli 2021 ist der Rentenwert im Westen nicht gestiegen, er beträgt wie zuvor 34,19 Euro. Im Osten gab es eine leichte Anhebung von gerade einmal 0,72 Prozent – statt 33,23 Euro beträgt der Rentenwert hier aktuell 33,47 Euro. Grund dafür sind unter anderem die Lohnentwicklungen des Vorjahres. Im Westen sind die Löhne in der Gesamtrechnung leicht gesunken, vor allem wegen der Coronapandemie. 2022 wartet jedoch wieder ein starkes Plus auf die Rentner:innen, mehr als zuvor vermutet.

Wie viel mehr Rente gibt es 2022?

Für die Berechnung der Rentenanpassung werden die Lohnentwicklungen des gesamten Jahres 2021 benötigt. Allerdings berücksichtig die Koalition dieses Jahr auch den sogenannten Nachholfaktor, der bekanntermaßen 2021 negativ war. Das sorgt somit für eine Dämpfung der Rentenerhöhung.

Nichtsdestotrotz dürfen sich Rentner:innen dieses Jahr auf eine Steigerung von 5,35 Prozent im Westen, bzw. 6,12 Prozent im Osten freuen. Somit steigt der Rentenwert im Westen von 34,19 Euro auf 36,02 Euro und im Osten von 33,47 Euro auf 35,52 Euro.

Negative Rentenanpassung nicht möglich

Wie oben bereits beschrieben, wirken sich Lohnentwicklungen auf die Rentenanpassungen aus. Darüber hinaus spielt das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentenbeziehern eine Rolle. In einer immer älter werdenden Gesellschaft kommen auf die verhältnismäßig wenigen Beitragszahler immer mehr Rentenbezieher.

Insgesamt wirkten sich alle Faktoren so aus, dass die Rentenanpassung rein rechnerisch bei -3,25 Prozent liegen müsste. Das ist allerdings nicht möglich, denn die Rentengarantie sorgt dafür, dass es nicht zu negativen Anpassungen des aktuellen Rentenwerts kommen kann.

Text wurde aktualisiert und erschien ursprünglich am 28.09.2021

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