Sechs Schritte zur privaten Altersvorsorge: Wie Sie sich Ihre eigene Rente zahlen können

Etwa 300.000 Euro muss man ansparen, um sich im Rentenalter monatlich 1.000 Euro auszahlen zu können: Das klingt erst einmal nach einer Summe, die kaum aus dem täglichen Einkommen zurückgelegt werden kann. Doch wer die Sache klug angeht und einige Tipps berücksichtigt, kann sich im Ruhestand auf eine private Rentenaufstockung freuen.

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  • 19.07.2019
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Geldscheine
© martaposemuckel/pixabay.com

Das Geheimnis ist eine langfristige Vermögensbildung. Nach Möglichkeit sollte mit dem Sparen in jungen Jahren begonnen werden: Werden über einen Zeitraum von 40 Jahren 120 Euro monatlich zurücklegt und zusätzlich klug investiert, sollte rechtzeitig zum Renteneintritt das Ziel erreicht sein.

Machen Sie sich einen Plan

Zunächst ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen. Wie viel Geld steht mir zur Verfügung, welche Summe kann ich monatlich sparen? Welchen Endbetrag will ich innerhalb eines bestimmten Zeitraumes erreichen? Und mit welchen Anlageformen kann ich das schaffen? Diese Fragen sollte man als Erstes für sich klären. Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase empfiehlt sich ein genauer Blick auf unterschiedliche Investmentmöglichkeiten und die damit verbundenen Erträge. Dabei kann eine Finanzberatung helfen.

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Setzen Sie Prioritäten

Wer erst am Monatsende seinen Kontostand überprüft, um dann sein Restguthaben zum Sparen zu verwenden, macht einen Fehler. Nachdem die wichtigsten Kosten für Miete, Strom und Lebenshaltung beglichen sind, sollte als Nächstes der monatliche Sparbeitrag auf die Liste gesetzt und regelmäßig zur Seite gelegt werden. Dabei hilft ein Dauerauftrag, mit dem die als Richtwert empfohlenen 5 bis 10 Prozent des Lebensunterhalts gespart werden können.

Nutzen Sie die Zeit

Der beste Helfer, um sich ein großzügiges finanzielles Polster anzusparen, ist die Zeit. Wer schon in jungen Jahren mit der Vorsorge beginnt, profitiert zusätzlich von Zinseszinseffekten, die sich am Ende spürbar auf die Höhe der Rendite auswirken.

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Doch auch im fortgeschrittenen Alter kann sich der monatliche Sparbetrag noch lohnen: Selbst eine kleine Aufstockung der gesetzlichen Rente sichert das Auskommen im Ruhestand und schließt so die möglichweise entstehende Rentenlücke.

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Behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick

Unnütze Ausgaben sollten vermieden werden. Das können nicht mehr genutzte Mitgliedschaften in Sportstudios oder Vereinen genauso sein wie kostenintensive Handyverträge oder überflüssige Versicherungen. Seine Kontoauszüge sollte man regelmäßig überprüfen, um diesen oft unbemerkten Kosten auf die Schliche zu kommen. Wer keinen Überblick über seine Ausgaben hat, sollte ein Haushaltbuch mit allen Einnahmen und Ausgaben führen. Das ist auch digital am PC oder auf dem Smartphone möglich.

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Vermehren Sie Ihre Einnahmen

Nicht nur die Ausgaben und ihre mögliche Reduzierung sollten überwacht werden. Auch eine Vermehrung der Einnahmen kann in Betracht gezogen werden. Wer schon in Vollzeit arbeitet, hat jedoch kaum die Möglichkeit, noch mehr zu arbeiten, um seine Einnahmen zu erhöhen. Eine Möglichkeit kann eine Gehaltserhöhung sein, die mit dem Arbeitgeber ausgehandelt werden muss.

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Wer keine Aussicht darauf hat, kann sich mit einem Arbeitsplatzwechsel befassen. Ein neuer Job verspricht manchmal auch mehr Geld.

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Nutzen Sie die richtigen Anlageformen

Die Zeiten der großzügigen Zinszahlungen auf das einfache Sparkonto sind lange vorbei – in der aktuellen Niedrigzinsphase ist eine gute Verzinsung eher die Seltenheit. Deshalb sollten mögliche Anlageformen sorgfältig geprüft werden – auf Verzinsung, Laufzeit und Sicherheit. In Betracht kommen dabei auch verschiedene Alternativen zum klassischen Sparkonto. Denkbar ist beispielsweise ein Investment in Immobilien, Aktien oder Fonds.

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