Mehr Zeit für die Steuererklärung: Abgabefrist wegen Corona verlängert

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss gewisse Fristen einhalten. Aufgrund der Coronakrise wurde für das Veranlagungsjahr 2020 eine Verlängerung der Frist beschlossen. Steuerpflichtige haben drei Monate länger Zeit, ihre Steuererklärung beim Finanzamt einzureichen. Aber nicht für jeden gelten die gleichen Fristen. Wer muss bis wann mit der Steuererklärung fertig sein?

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  • 20.07.2021
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Halloween-Kürbis
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Die Coronakrise belastet nicht nur steuerpflichtige Menschen. Auch Finanzämter und Steuerberater stehen zunehmend unter Druck – die Pandemie verursacht teilweise erheblichen Mehraufwand. Deshalb hat die Bundesregierung eine Verlängerung der Abgabefristen für die Steuererklärung beschlossen. Die Fristen gelten für alle, die zur Steuererklärung verpflichtet sind. Je nachdem, ob Steuerzahler die Erklärung selbst machen oder von einem Steuerberater erstellen lassen, gelten unterschiedliche Fristen.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Nicht jeder muss zwingend eine Steuererklärung abgeben. Wer aber dazu verpflichtet ist, muss strengere Fristen einhalten als bei der freiwilligen Steuererklärung.

Verpflichtend ist die Steuererklärung für Arbeitnehmer, die mehr als eine Beschäftigung und Steuerklasse 6 haben. Außerdem gilt die Pflicht für Menschen, die neben ihrem Hauptverdienst mehr als 410 Euro im Jahr einnehmen, zum Beispiel durch Vermietung oder Renten. Gleiches gilt für Bezieher von Lohnersatzleistungen wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld. Auch Ehepaare mit den Steuerklasse 3 und 5 müssen eine Steuererklärung abgeben, genauso wie Menschen, die sich im Vorjahr scheiden ließen und vorher zusammen veranlagt waren oder bei denen ein Ehepartner oder eine Ehepartnerin unterhaltspflichtig ist. Verpflichtet sind außerdem Arbeitnehmer in Kurzarbeit und Rentner, deren Einkommen über dem Grundfreibetrag in Höhe von 9.408 Euro im Jahr liegt (bei Ehepaaren 18.816 Euro).

Freiwillige Abgabe der Steuererklärung möglich

Wer nicht zur Steuererklärung verpflichtet ist, kann diese trotzdem freiwillig abgeben. Das lohnt sich zum Beispiel für Arbeitnehmer mit hohen Werbungskosten, zum Beispiel für die Fahrt zur Arbeit oder für ein Arbeitszimmer im Homeoffice. Auch außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen können eine freiwillige Steuererklärung lohnenswert machen, zum Beispiel, wenn jemand hohe Krankheitskosten hatte oder viel Geld für Handwerker ausgegeben hat.

Wer muss welche Fristen einhalten?

Für die Abgabe der Steuererklärung gelten unterschiedliche Fristen. Diese variieren je nachdem, ob jemand zur Steuererklärung verpflichtet ist oder nicht. Menschen, die eine Steuererklärung abgeben müssen, haben strengere Fristen einzuhalten.

Aufgrund der Coronapandemie wurden die Fristen für Steuerpflichtige um drei Monate verlängert. Die neuen Fristen gelten vorläufig für das Veranlagungsjahr 2020:

31.10.2021 für alle, die zur Abgabe verpflichtet sind und ihre Steuererklärung selbst erstellen. Normalerweise endet die Frist am 31. Juli.

Hinweis: Da der 31. Oktober ein Sonntag ist, endet die Frist faktisch am 01. November. In Bundesländern, in denen der 01. November ein Feiertag ist, wird die Frist auf den 02. November verlegt.

31.05.2022 für alle, die zur Abgabe verpflichtet sind und ihre Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen lassen. Normalerweise endet die Frist im Februar.

Vier Jahre Zeit haben alle, die ihre Steuererklärung freiwillig abgeben. Wer zum Beispiel für 2019 noch keine Steuererklärung erstellt hat, kann das noch bis zum 31. Dezember 2023 tun.

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