11 Tipps, wie Sie am Black Friday sicher shoppen

Am Black Friday spielt die Shopping-Welt verrückt. An jeder Ecke winken ordentliche Rabatte. Gerade in der Vorweihnachtszeit kommt das vielen Verbrauchern gelegen. Aber wo sich Schnäppchen tummeln, sind Kostenfallen nicht weit.

  • Lesezeit ca. 4:30 Minuten
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  • 22.11.2018
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Onlineshopping
© mohamed_hassan/pixabay.com

Mittlerweile hat sich der Black-Friday-Trend aus den USA auch in Deutschland eingebürgert. Onlinehändler werben mit unschlagbaren Preissenkungen – und lokale Anbieter ziehen nach. Verbraucher können fast überall auf Rabatte hoffen. Allerdings ist bei dem ganzen Shopping-Wahn auch Vorsicht geboten. Denn besonders im Internet gibt es unter den verlockenden Schnäppchen so einige schwarze Schafe. Damit Sie am Ende nicht draufzahlen, sollten Sie folgende Tipps beherzigen.

1. Einkaufsliste schreiben und Preise vergleichen

Um den Black Friday wirklich sinnvoll nutzen zu können, ist ein bisschen Vorbereitung wichtig. Denn wer sich zu Spontankäufen hinreißen lässt, gibt meistens doch mehr Geld aus, als ursprünglich geplant. Wenn Sie sich im Vorfeld überlegen, welche Anschaffungen in nächster Zeit anstehen, ist das Sparpotenzial am Black Friday hoch. Am besten erstellen Sie eine Einkaufsliste. Weihnachtsgeschenke oder andere Produkte, die Sie ohnehin bald kaufen müssen oder wollen, können Sie vorzeitig besorgen und so einiges sparen.

Idealerweise notieren Sie im gleichen Zuge, wie viel Sie maximal für jeden Artikel ausgeben möchten. Dann können Sie sich schon rechtzeitig über die handelsüblichen Preise informieren und wissen, wann Sie es mit einem lohnenswerten Schnäppchen zu tun haben. Denn auch am Black Friday gilt: Wer nicht vergleich, verschenkt Geld. Bei verschiedenen Anbietern können unterschiedliche Preise auf Sie warten.

2. Nicht unter Druck setzen lassen

Beim Schnäppchen-Shoppen sollten Sie sich Zeit nehmen. Schlagen Sie nicht beim erstbesten Angebot zu, sondern sehen Sie sich auch bei der Konkurrenz um. Lassen Sie sich vor allem nicht zum Kauf drängen. Immer wieder werden Verbraucher von grellen Werbebannern, fett gedruckten Rabatten oder Countdowns beeinflusst. Auch Sprüche wie „Nur solange der Vorrat reicht“ oder „Nur noch wenige Artikel verfügbar“ sollen zum schnellen Kauf anregen. Wer darauf hereinfällt, verpasst meist die Chance, das Angebot genau zu prüfen und Preise zu vergleichen.



3. Mega-Rabatte hinterfragen

Manchmal sind die Rabatte so hoch, dass ein Preisvergleich überhaupt nicht mehr notwendig erscheint. Wenn die langersehnten Sneaker 80 Prozent günstiger sind, wird es wohl kaum ein noch besseres Angebot geben. Allerdings sollten Sie den Prozenten nicht blind vertrauen. Viele Händler nutzen einen Trick, um ihre Rabatte höher aussehen zu lassen, als sie sind. Und zwar berechnen Sie sie nicht am Marktpreis, sondern am sogenannten Unverbindlichen Verkaufspreis (UVP). Der tatsächliche Marktpreis ist in der Regel deutlich niedriger. Verbraucher können ihn auf Online-Portalen wie Idealo oder Geizhals ermitteln und so die Tricks der Händler durchschauen.

4. Schnäppchenwecker nutzen

Es gibt viele kostenlose Dienste, die Ihnen die Schnäppchen-Suche erleichtern. Wenn Sie zum Beispiel beim Vergleichsportal Idealo nach Produkten suchen, können Sie gleichzeitig einen Preiswecker stellen. Sie legen einen bestimmten Betrag fest und sobald der Preis niedriger wird, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail. Noch einfacher funktioniert es mit der App von mydealz. Hier legen Sie Schlüsselwörter fest, wie zum Beispiel „Sneaker“, „Lippenstift“ oder „Parfüm“, und erhalten eine Push-Nachricht, wenn ein Angebot verfügbar ist.

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5. Nicht nur bei Amazon shoppen

Wenn Sie nur bei ihrem Stammhändler suchen, geht Ihnen vielleicht das perfekte Angebot durch die Lappen. Denn am Black Friday locken nicht nur die üblichen Online-Händler mit Rabatten. Auch kleinere Shops und Webseiten nutzen den Tag für sich. Deshalb kann es sich lohnen, außerhalb der gewohnten Kreise nach Angeboten zu stöbern. Auf dem Portal black-friday.de werden Verbraucher den ganzen Tag über aktuelle Angebote informiert. Und auch ein Gang in die Stadt kann sich lohnen. Immer mehr lokale Geschäfte springen auf den Black-Friday-Zug auf.



6. Fake-Shops erkennen

Wenn Sie online bei einem Shop einkaufen, den Sie vorher nicht kannten, sollten Sie ihn zunächst genauer überprüfen. Denn leider nutzen nicht nur seriöse Händler den Black Friday für sich. Auch Kriminelle wissen, wie sie von diesem Tag profitieren können. Wenn die Webseite keinen vertrauenswürdigen Eindruck macht, sollten Sie lieber vom Kauf absehen. Es gibt bestimmte Merkmale, an denen Sie erkennen können, ob ein Online-Shop seriös ist. Dazu gehören unter anderem ein vollständiges Impressum, die AGB und eine Widerrufsbelehrung auf der Webseite. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel Fake-Shops im Internet: Das müssen Sie wissen.

7. Nicht auf Phishing-Mails reagieren

Zu besonderen Anlässen wie dem Black Friday scheinen die E-Mail-Postfächer aus allen Nähten zu platzen. Da ist es nicht immer ganz einfach, relevante und uninteressante Mails zu unterscheiden. Noch schwieriger ist es, zu erkennen, ob es sich um normale Werbung oder um Phishing-Mails handelt. Woran Sie solche Täuschungen erkennen, lesen Sie in unserem Artikel Phishing-Mails: So angeln Betrüger Ihre Daten.

8. Nicht auf Sondermodelle hereinfallen

Besonders bei Elektronikprodukten ist Aufmerksamkeit das A und O. Wenn unschlagbare Preise winken, sollten Sie zunächst skeptisch bleiben. Überprüfen Sie die Produktnummer und lesen Sie sich sorgfältig die Funktionen des Geräts durch. Es kommt vor, dass Hersteller Sondermodelle für bestimmte Elektronikketten anfertigen. Diese ähneln den Serienmodellen stark, meist gibt es aber kleine Unterschiede in der Bezeichnung und die günstigeren Modelle verfügen über deutlich weniger Funktionen als die Originale.

9. Versteckte Kosten beachten

Wenn Sie ein gutes Angebot gefunden haben, bei dem sowohl Produktqualität und Preis als auch die Seriosität des Händlers einen guten Eindruck machen, steht dem Kauf fast nichts mehr im Wege. Fast. Denn bevor Sie zuschlagen, sollten Sie sich über Widerrufsregeln, Zoll- und Lieferkosten informieren. Gerade bei größeren Produkten kann der Versand schnell die Ersparnis zunichtemachen. Besonders, wenn der Käufer im Falle einer Rückgabe die Versandkosten tragen muss.

10. Sichere Zahlungsmethode wählen

Achten Sie darauf, eine sicherer Zahlungsmethode auszuwählen. Wenn der Online-Händler keine Zahlung per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder Rechnung anbietet, sollten Sie woanders shoppen. Denn wenn Sie das Geld einfach überweisen, können Sie es bei Problemen nicht zurückholen. Es besteht kein Käuferschutz und die Zahlung kann nicht rückgängig gemacht werden.

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11. Im Notfall Kauf widerrufen

Normalerweise bieten Online-Händler kostenlose Stornierung, Rückgabe oder den Umtausch der Ware an. Wenn es für eine Stornierung zu spät ist, haben Käufer grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Sie müssen dafür keine Gründe angeben. Manchmal müssen Sie aber die Kosten für den Rückversand übernehmen. Der Widerruf muss in der Regel schriftlich beim Händler eingehen. Meistens werden entsprechende Vorlagen bereitgestellt.

Wer sich also trotz aller Vorsicht bei der Schnäppchenjagd vergriffen hat, kann den Kauf im Notfall immer noch rückgängig machen.


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