In diesen Regionen verlieren Immobilien bald an Wert

Die heutigen Zeiten sind sowohl für Immobilienkäufer als auch für Verkäufer interessant. Wer ein Haus oder eine Wohnung erwerben möchte, profitiert von historisch niedrigen Zinsen. Wer hingegen verkaufen will, dem kommen die kontinuierlich steigenden Preise zugute. Doch nicht jede Immobilie ist betroffen. Denn in einigen Regionen Deutschlands droht enormer Wertverlust.

28.06.2019
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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  • 28.06.2019
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Wohnen/Bayerns Landeshauptstadt München
© Alexas_Fotos/pixabay.com

Die Immobilienbranche boomt: Häuser und Wohnungen steigen seit Jahren im Wert – und der Trend geht weiter bergauf. Wer vor Jahren eine Immobilie erworben hat, kann sie nun für deutlich mehr Geld verkaufen, wenn es der Zustand erlaubt. Andersherum scheint sich eine Investition auch jetzt noch zu lohnen. Denn Prognosen zufolge sollen die Immobilienpreise bis 2030 in vielen Regionen steigen – und zwar bis zu 60 Prozent. In vielen Regionen, aber eben nicht in allen.

Bis zu 80.000 Euro Wertverlust

Entgegen dem allgemeinen Aufwärtstrend gibt es Regionen mit ungünstigen Aussichten für Immobilienbesitzer und Interessenten. Denn wer dort heute ein Haus oder eine Wohnung besitzt oder erwirbt, muss in einigen Jahren mit einem starken Wertverlust rechnen. Das ergibt sich aus dem Postbank Wohnatlas 2019. Demzufolge bewegt sich der Preistrend in den schlechtesten Regionen zwischen -3,47% und -5,33% pro Jahr. Umgerechnet bedeutet das bis 2030 einen Wertverlust von bis zu 80.000 Euro. Drei Bundesländer sind besonders stark betroffen.

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Die 10 Städte/Kreise mit dem geringsten Wertzuwachs

Laut Postbank Wohnatlas ist vor allem Ostdeutschland betroffen. In einigen Regionen der Bundesländer Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sieht es besonders schlecht aus. Hier ist der Wertzuwachs am geringsten:

Stadt/KreisBundeslandPreistrend pro Jahr
SuhlThüringen-5,33%
Oberspreewald-LausitzBrandenburg-4,48%
Frankfurt (Oder)Brandenburg-3,85%
Elbe-ElsterBrandenburg-3,84%
Altenburger LandThüringen-3,82%
UckermarkBrandenburg-3,80%
Mansfeld-SüdharzSachsen-Anhalt-3,69%
Spree-NeißeBrandenburg-3,59%
SalzlandkreisSachsen-Anhalt-3,49%
PrignitzBrandenburg-3,47%

Quelle: Postbank.de



FOCUS Online hat das Ganze hochgerechnet und ermittelt, mit welchem Verlust (in Euro) bis zum Jahr 2030 zu rechnen ist:

Stadt/KreisBundeslandVerlust für 100qm-Haus bis 2030
SuhlThüringen79.750€
Oberspreewald-LausitzBrandenburg34.462€
Frankfurt (Oder)Brandenburg56.407€
Elbe-ElsterBrandenburg28.047€
Altenburger LandThüringen27.918€
UckermarkBrandenburg42.053€
Mansfeld-SüdharzSachsen-Anhalt22.205€

Quelle: Focus Online

Insgesamt 187 Regionen betroffen

Nicht nur in den oben genannten Bundesländern ist von einem Wertverlust bei Immobilien auszugehen. Von den insgesamt 408 Regionen in Deutschland sollen 187 von negativen Preisentwicklungen betroffen sein.

In anderen Teilen des Landes können Immobilieninteressierte allerdings von hohem Wertzuwachs ausgehen. Für Bundesländer wie Berlin, Bremen, Hannover, München oder Nürnberg wurden bis 2030 Preissteigerungen von bis zu 60 Prozent prognostiziert. Mehr dazu lesen Sie hier.


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