So sparen Sie unnötige Strom- und Heizkosten

Der Preis für Strom steigt stetig. Seit 2007 haben die Strompreise für Privatverbraucher im Durchschnitt um rund 50% zugelegt. Entsprechend bedeutend ist dieser Kostenpunkt für viele Menschen hierzulande geworden. Unser Ratgeber gibt Ihnen eine Orientierung, ob und wie Sie unnötige Stromkosten vermeiden können.

  • Lesezeit ca. 2:30 Minuten
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  • 27.12.2019
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Frau sitzt vor einem Kamin
© iko/www.shutterstock.com

Zunächst sollten Sie Ihren aktuellen Stromverbrauch mit dem Verbrauch vergleichbarer Haushalte vergleichen. Das gibt Ihnen einerseits eine Orientierung darüber, ob Ihr aktueller Energiebedarf wirklich „zu hoch“ ist. Anderseits erfahren Sie, welches Einsparpotenzial – realistisch eingeschätzt – in Ihrem Haushalt existiert. Daraus lässt sich grob ableiten, wie hoch lohnende Einmalinvestitionen zur späteren Kostenvermeidung überhaupt sein dürfen.

Wie viel Verbrauch üblich ist

Die folgende Übersicht gibt Ihnen einen Überblick über den durchschnittlichen Strombedarf deutscher Haushalte laut Stromspiegel:

Übersicht für Ein- und Zweifamilienhäuser

PersonenStromverbrauch pro Jahr ohne WarmwasserStromverbrauch pro Jahr inkl. Warmwasser
12.200 kWh
2.700 kWh
23.000 kWh
3.700 kWh
33.600 kWh
4.500 kWh
44.100 kWh
5.200 kWh
55.100 kWh
6.500 kWh

Hinweis: Unberücksichtigt bleiben Haushalte mit Wärmepumpe oder Speicherheizung.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Übersicht für Mehrfamilienhäuser

PersonenVerbrauch pro Jahr ohne Warmwasser
Verbrauch pro Jahr inkl. Warmwasser
11.400 kWh
1.900 kWh
22.200 kWh
2.900 kWh
32.700 kWh
3.800 kWh
43.000 kWh
4.400 kWh
53.600 kWh
5.600 kWh

Hinweis: Unberücksichtigt bleiben Haushalte mit Wärmepumpe oder Speicherheizung.
Quelle: CO2online (Stand: 26. Februar 2019)

Entspricht Ihr Verbrauch in etwa dem des Stromspiegels oder ist es gar höher, ist im Normalfall großes Einsparpotenzial vorhanden. Denn nicht wenige Haushalte schaffen es, 30 Prozent unter dem jeweiligen Vergleichswert des Stromspiegels zu bleiben. Entsprechend hoch sind auch die finanziellen Sparmöglichkeiten.

Nach Schätzungen der Beratungsgesellschaft CO2online beträgt das durchschnittliche Einsparpotenzial privater Haushalte bei effizientem Umgang mit Strom rund 230 Euro pro Jahr. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann.

Tipps zur Einsparung von Strom- und Heizkosten

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, mit welchen einfachen Maßnahmen Sie Strom- und Heizkosten einsparen können. Die Wirkungsgrade der unterschiedlichen Maßnahmen sind dabei sehr unterschiedlich.

Moderne Beleuchtung clever einsetzen

Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Licht sollten Sie nur in den Räumen einschalten, in denen Sie sich aufhalten. Jede in anderen Räumen eingeschaltete Lampe verursacht unnötige Kosten. Der negative Effekt verstärkt sich deutlich, wenn Sie noch herkömmliche Glühbirnen einsetzen statt moderner LED-Leuchten. Ein Tausch alter Glühbirnen lohnt sich langfristig betrachtet übrigens immer.

Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank und Backofen überlegt nutzen

Selbst moderne Waschmaschine, Geschirrspüler, Kühlschrank und Backofen sind häufig für einen recht großen Teil des Stromverbrauchs verantwortlich. Deshalb gilt es, diese Geräte clever zu bedienen. So sollten Sie Waschmaschine und Geschirrspüler niemals nur halb befüllt starten. Nutzen Sie außerdem eventuell vorhandene Eco-Programme. Ein Kühlschrank verträgt keine noch warmen Speisen. Und auch dessen Tür sollte nie länger geöffnet sein als nötig. Bei Einsatz des Backofens empfiehlt es sich, das Gerät frühzeitig wieder auszuschalten und dabei lieber die verbleibende Restwärme zu nutzen.

Heizungspumpe überprüfen (lassen)

Nutzen Sie eine mit Strom betriebene Heizungspumpe gehört diese im Normalfall zweifellos zu den größten Stromfressern im Haushalt. Dies gilt vor allem für Geräte, die bereits in die Jahre gekommen sind. Ein Austausch älterer Modelle hat in den meisten Fällen sehr positive Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Prüfen Sie Ihre Heizungspumpe deshalb unbedingt auf modernere Alternativen.



Funksteckdosen einsetzen

Die jährlichen Kosten, die Geräte im sogenannten Stand-by-Modus verursachen, werden häufig unterschätzt. Dabei gibt es einfache Möglichkeiten, die Geräte wie etwas Fernseher und HiFi-Anlage bei Nichtnutzung komplett auszuschalten – zum Beispiel eine Stromleiste mit Hauptschalter. Wenn Sie es bequemer haben wollen, sollten Sie zumindest eine Funksteckdose verwenden. Diese lässt sich per Knopfdruck ein- oder ausschalten – inklusive aller daran angeschlossenen Geräte. Die Investitionen für eine Funksteckdose sind sehr gering.

Stromanbieter wechseln

Unabhängig von allen Stromsparbemühungen ist es wichtig, dass Sie Ihre Energie von einem preiswerten Anbieter beziehen. Vergleichen Sie deshalb unterschiedliche Angebote – zum Beispiel mithilfe renommierter Vergleichsportale. Ein Anbieterwechsel ist wahrscheinlich deutlich einfacher als Sie denken. Und spart Ihnen nicht selten 100 Euro pro Jahr oder sogar noch mehr.

Die größten Stromfresser identifizieren

Sie sollten stets wissen, welche Geräte in Ihrem Haushalt echte Stromfressern sind. Mittels einfachem Strommessgerät können Sie diese leicht identifizieren. Je nach Gerät empfiehlt der Austausch mit einem modernen Exemplar. Alternativ sollten die Stromfresser Ihres Haushalts möglichst wenig bzw. selten in Betrieb sein.

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