Wie sicher sind Online-Käufe wirklich?

Bezahlen im Netz. Fast jeder tut es, fast keiner denkt noch groß darüber nach. Mit ein paar Klicks wird Ware bestellt. Bezahlt wird… ja, wie eigentlich? Per Lastschrift, Rechnung oder Vorkasse? Möglichkeiten gibt es viele. Einige sollten Online-Shopper allerdings vermeiden.

26.01.2018
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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  • 26.01.2018
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Onlineshopping
© WerbeFabrik/pixabay.com

Meistens können Kunden zwischen verschiedenen Bezahlarten auswählen. Doch wer weiß schon genau, welche Methode nun am besten ist? Oft wird ausgewählt, was am schnellsten geht oder Rabatte verspricht. Doch im schlimmsten Fall geht man auf diese Weise leer aus.

Vorkasse: Der Vorbote für Betrug

Grundsätzlich gilt: Beim Onlineshopping sollte nie mit Vorkasse gezahlt werden. Diese Zahlmethode wird besonders von Warenbetrügern genutzt. Opfer bezahlen dann für Ware, die sie allerdings nie erhalten. Und auch bei seriösen Händlern ist es immer besser, auf andere Weise zu zahlen. Denn bei einem Kauf auf Lastschrift besteht bei Problemen die Möglichkeit, das Geld zurückzuholen. Noch einfacher ist es mit einer Rechnung: Wenn Kunden keine Ware erhalten, zahlen sie auch nicht. Lastschrift und Rechnung sind in Deutschland aus diesen Gründen die bevorzugten Zahlmethoden.



Paypal ist Spitzenreiter

Unter den verfügbaren Bezahldiensten ist Paypal am beliebtesten. Dienste wie Giropay, Sofort oder Paydirekt werden viel seltener verwendet. Online-Käufe mit Kreditkarte werden hingegen relativ häufig getätigt. Bei diesen Zahlmethoden handelt es sich streng genommen jedoch ebenfalls um Vorkasse. Wenn die Ware nicht geliefert wird oder fehlerhaft ist, greift hier in den meisten Fällen jedoch der Käuferschutz. Wichtig ist, vom jeweiligen Dienst angegebene Fristen und Bedingungen zu beachten.

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Käuferschutz gibt es nicht umsonst

Doch den Käuferschutz gibt es nicht einfach so. Für die meisten Bezahldienste fallen Gebühren an. Diese werden fast immer von Händlern übernommen. Doch diese leiten die Kosten oft an ihre Kunden weiter. Darüber hinaus gibt es einen anderen Preis, den Online-Einkäufer häufig zahlen, nämlich Daten. Denn nicht alle Dienste gehen sparsam damit um und nicht alle Datenschutzerklärungen sind einwandfrei formuliert. Kundendaten werden teilweise zu Marketingzwecken weitergegeben und mit Dritten geteilt.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Online Shops dem Kunden mindestens eine zumutbare und kostenfreie Zahlmethode anbieten müssen. Direkt-Überweisungen, bei denen ein Dritter kurzfristigen Zugriff auf das Bankkonto erhält, zählen nicht dazu.


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