Grüne Geldanlage: So verdienen Sie nachhaltig

Grün ist das neue Schwarz. Wer mit der Mode geht, hat bereits festgestellt, dass Nachhaltigkeit in vielen Bereichen des Lebens im Trend liegt. Doch wie weit reicht Ihr Trendgespür? Ist auch Ihre Geldanlage en vogue?

31.01.2019
  • Lesezeit ca. 2 Minuten
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  • 31.01.2019
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Blume und Solaranlage
© gerhardt12/pixabay.com

Immer mehr Menschen greifen für Fairtrade- oder Bioprodukte freiwillig tiefer in die Tasche. Was viele nicht wissen: Nicht nur bei der Geldausgabe, sondern auch bei der Geldanlage können sie sich von dieser Seite zeigen.

Was sind die Ziele?

Von grünen Sparbriefen bis hin zu Fonds: Nachhaltige Geldanlagen gibt es mittlerweile in vielen Varianten. Sparer mit einem grünen Daumen können besonders im Bereich der erneuerbaren Energien viele Möglichkeiten finden, ihr Geld anzulegen. Windkraft-, Solar- oder Biogasanlagen werden oft von Privatanlegern mitfinanziert.

Wer sein Geld nachhaltig anlegt, achtet nicht nur auf die Höhe der Erträge. Besonders wichtig ist, dass diese gewissen ethischen, sozialen oder ökologischen Kriterien entsprechen. Sparer können in Aktienfonds investieren und dabei den Fokus auf umweltschonende Produktionsweisen oder faire Bezahlung der Angestellten legen. Außerdem können Unternehmen ausgeschlossen werden, die zum Beispiel Waffen anfertigen oder Kinderarbeit betreiben.

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Nachhaltige Geldanlage: Interesse wächst

In Deutschland nimmt die Motivation für nachhaltige Geldanlage zu. Zwar sind umweltfreundliche und soziale Investments noch die Ausnahme. Doch das liegt besonders an mangelndem Wissen der Anleger, nicht an fehlendem Interesse. Die FAZ berichtet, dass sich die Summe nachhaltiger Geldanlagen in den letzten zehn Jahren versechsfacht hat. Doch woran erkennt man, welche Unternehmen nachhaltig wirtschaften?



Klimarating erleichtert Auswahl

Um Geld nachhaltig anzulegen, können Interessenten sich sowohl an Banken und Sparkassen als auch an Anlageberater wenden. Speziell darauf ausgerichtet sind zum Beispiel die GLS-Bank, die Umweltbank oder die Ethik-Bank. Auch andere Banken bieten nachhaltige Geldanlage an. Hier ist die Auswahl in den meisten Fällen jedoch deutlich geringer.

Anleger sollten sich sorgfältig informieren, bevor sie sich für eine Variante entscheiden. Denn nicht überall, wo „Öko-“ drauf steht, ist auch „Öko-“ drin. In der Finanzwelt ein Bioprodukt auszuwählen, ist längst nicht so einfach wie vor der Fleischtheke. Mindeststandards für Ökosiegel gibt es hier nicht. Umso bedeutender ist für potenzielle Anleger das Klimarating für Investmentfonds, das die Non-Profit-Organisation CDP (Carbon Disclosure Project) und das Klimaschutzunternehmen ISS-Ethix Climate Solutions aufgestellt haben. Dieses weltweit erste Ranking bietet Anlegern die Möglichkeit, Fonds und Unternehmen auf ihre Klimafreundlichkeit zu prüfen.

Darüber hinaus umfassen sogenannte ESG-Ratings anderer Ratingagenturen meist drei Kriterien: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Europäische Unternehmen, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen und am Kapitalmarkt aktiv sind, haben außerdem die Pflicht, über Ihre Nachhaltigkeit zu informieren.

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Nachhaltige Geldanlage lohnt sich

Anders als häufig angenommen, kann sich die nachhaltige Geldanlage langfristig auszahlen. Selbstverständlich spielen verschiedene Umstände eine Rolle. Bei Bankprodukten kommt es beispielsweise darauf an, wie hoch die Zinsen sind und ob der Anleger gewisse Beiträge zahlen muss. Und auch die nachhaltige Geldanlage unterliegt gewissen Schwankungen und Risiken. Doch Unternehmen, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen, ziehen daraus meistens Vorteile. Niedrigere Gewinne sind oft die Folge von nicht-nachhaltigem Wirtschaften. Unternehmen, die nachhaltig arbeiten, vermeiden beispielsweise Klagen wegen Umweltverschmutzung oder schlechter Führung. Dies führt dazu, dass die Aktien weniger von Schwankungen betroffen sind. Die Risiken nachhaltiger Unternehmensanleihen können also insgesamt als geringer angesehen werden. 


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