Tariferhöhung: Was die Kanzlerin jetzt verdient

Angestellte im öffentlichen Dienst bekommen zukünftig mehr Geld. Das haben die letzten Tarifverhandlungen ergeben. Ein Grund zur Freude auch für die Bundeskanzlerin. Ihr Gehalt erhöht sich erstmals auf über 20.000 Euro im Monat. Doch es gibt Jobs, die noch mehr einbringen.

04.05.2018
  • Lesezeit ca. 1:30 Minute
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  • 04.05.2018
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Angela Merkel
© dianakuehn30010/pixabay.com

Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst ist es kürzlich zu einer Einigung gekommen. Die Gewerkschaft Verdi und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich dabei auf einen Vertragsentwurf geeinigt. Demnach wird das Einkommen der Angestellten im öffentlichen Dienst in drei Stufen erhöht. Rückwirkend zum 1. März soll es 3,19 Prozent mehr Gehalt geben. Zum 1. April 2019 noch einmal 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 sind weitere 1,06 Prozent vorgesehen.

Gehaltserhöhung auch für Minister und Kanzlerin

Das Ergebnis der Tarifverhandlungen soll sich auch auf die Regierungsgehälter auswirken. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel bedeutet die Tariferhöhung, dass sie erstmals mehr als 20.000 Euro pro Monat verdient. Das entspricht einem jährlichen Einkommen von über 240.000 Euro. Zuschüsse und Diäten sind hier noch nicht mit eingerechnet.

Fast alle in Deutschland lebenden Arbeitnehmer können von so einem Gehalt nur träumen. Doch es gibt Jobs, in denen Angestellte noch besser verdienen als die Kanzlerin. Und diese gehen meist mit viel weniger Verantwortung einher. Zur Erinnerung: Die Bundeskanzlerin ist verantwortlich für rund 82 Millionen Menschen.



Unternehmensberater verdienen mehr

Das Gehalt der Bundeskanzlerin erscheint den meisten Deutschen schwindelerregend hoch. Doch es gibt auch viele Arbeitnehmer, die ähnlich viel oder sogar deutlich mehr verdienen. Unternehmensberater in leitenden Funktionen verdienen in großen Beratungsunternehmen im Schnitt 300.000 Euro im Jahr. 25 Prozent der Unternehmensberater kommen sogar auf ein Spitzengehalt von einer halben Million Euro im Jahr. Sie verdienen also doppelt so viel wie die Kanzlerin, haben im Vergleich aber weniger Verantwortung zu tragen. Die Höhe des Gehalts ist allerdings in den meisten Fällen vom Erfolg abhängig und eine Arbeitswoche liegt in der Regel bei deutlich mehr als 50 Stunden.

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Hohe Löhne auch in Vertrieb und IT

Wer im Vertrieb als Account Manager dafür zuständig ist, neue Kunden anzuwerben und Kundebeziehungen zu pflegen, erhält in großen Unternehmen und mit Führungsposition durchschnittlich mehr als 180.000 Euro im Jahr. In vielen Einzelfällen ist das Gehalt aber noch höher. IT-Leiter bewegen sich in ähnlichen Bereichen. Sie erhalten im Schnitt rund 190.000 Euro im Jahr. Das Gehalt eines Syndikus (fest angestellter Rechtsanwalt), der keine Personalverantwortung hat, beträgt in einem großen Unternehmen ungefähr 165.000 Euro. In den meisten Fällen kommen zusätzliche Leistungen wie Firmenwagen hinzu.

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Die höchsten Gehälter im Überblick (Durchschnitt)

Unternehmensberater: 388.902 Euro

IT-Leiter: 189.462 Euro

Account Manager:181.165 Euro

Syndikus: 165.351 Euro


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