Tierkrankenversicherung: Sinnvoll oder für die Katz?

Heutzutage sind viele Vierbeiner weit davon entfernt, von ihren Besitzern nur als reine Nutztiere angesehen zu werden. Besonders Hunde und Katzen gehören oft schon zur Familie und sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Gesundheit der Fellnasen liegt ihren Besitzern am Herzen. Doch dafür müssen oft hohe Kosten in Kauf genommen werden.

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  • 31.05.2019
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Katze und Hund
© StockSnap/pixabay.com

Medikamente, Impfungen, OPs – auch Haustiere benötigen häufig eine ausgiebige medizinische Versorgung. Besonders mit steigendem Alter werden immer mehr und immer teurere Behandlungen notwendig. Kommt es zu einem Unfall oder einer Erkrankung, lässt die hohe Tierarztrechnung nicht lange auf sich warten. Sind dann auch noch mehrere Tiere zu versorgen, kann es finanziell schnell eng werden. Lohnt sich da eine Krankenversicherung für Haustiere?

Was zahlt die Tierkrankenversicherung?

Pauschal lässt sich nicht beantworten, welche Kosten und Behandlungen eine Tierkrankenversicherung übernimmt. Das kommt immer auf den Anbieter und den ausgewählten Tarif an. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der OP-Versicherung und der Vollversicherung.

Wer eine OP-Versicherung abschließt, erhält nur dann Leistungen vom Anbieter, wenn aufgrund eines Unfalls oder einer ernsthaften Erkrankung eine Operation notwendig wird. Die anfallenden Kosten sind nicht zu unterschätzen. Oft werden mehrere Tausend Euro für einen Eingriff fällig. Mit einer OP-Versicherung sind Haustierbesitzer also vor größeren Summen geschützt, die recht unerwartet auftreten können. Das lohnt sich besonders dann, wenn keine finanziellen Rücklagen zur Verfügung stehen, um größere Rechnungen problemlos zu begleichen.

Tierkrankenversicherung: Keine Angst mehr vor hohen Tierarztrechnungen

Mit einer Vollversicherung sind hingegen nicht nur Operationskosten abgedeckt, sondern auch alle weiteren medizinischen Maßnahmen. Folgende Leistungen können versichert werden:

  • Operationen
  • Stationäre Aufenthalte in der Klinik
  • Diagnoseverfahren (Röntgen, Blutabnehmen, CT)
  • Nachbehandlungen (z.B. Physiotherapie)
  • Homöopathische Maßnahmen
  • Vorsorgemaßnahmen (z.B. Entwurmung)
  • Impfungen
  • Medikamente

Da es sich vor allem bei Vorsorgemaßnahmen, Impfungen und möglicher Dauermedikation um laufende Kosten handeln kann, die immer wieder anfallen, kann sich die Vollversicherung auszahlen. Besonders bei mehreren Tieren kommen hier stolze Summen zusammen. Damit sich die Tierkrankenversicherung lohnt, sollten Interessenten aber auf den Tarif und die Vertragskonditionen achten.



Worauf sollte man achten?

Haustierbesitzer sollten sich zunächst überlegen, ob sie eine reine OP-Versicherung oder eine Vollversicherung abschließen wollen. Des Weiteren sollte vertraglich festgehalten werden, dass Tierärzte oder Tierkliniken frei wählbar sind und auch der Schutz im Ausland sollte unter Umständen geregelt sein. Wer nämlich vor hat, mit seinem Tier zu verreisen, sollte eine Versicherung auswählen, die auch außerhalb Deutschlands leistet. Meist haben Interessenten die Wahl zwischen deutschland-, europa- und weltweitem Schutz. Wer sein Tier noch nie mit ins Ausland genommen hat und dies auch für die Zukunft ausschließen kann, sollte allerdings nicht für Leistungen zahlen, die er nie nutzen wird. Hier ist der deutschlandweite Versicherungsschutz ausreichend.

Tierkrankenversicherung: Keine Angst mehr vor hohen Tierarztrechnungen

Wichtig sind außerdem Wartezeiten, während denen die Versicherung noch nicht leistet. Ein Tarif mit langer Wartezeit kann unter Umständen zwar günstiger sein. Allerdings ist der Vierbeiner dann bei einem Unfall oder einer plötzlichen Erkrankung nicht versichert. Hier sollten Interessenten genau abwägen, ob sie das Risiko eingehen wollen. Tarife mit Sofortschutz gibt es allerdings nicht bei allen Anbietern. Es kann sich dann lohnen, einen Mittelweg zu gehen und eine Versicherung mit kurzer Wartezeit zu wählen.

Beim Abschluss einer Tierkrankenversicherung sollten Besitzer außerdem auf mögliche Rabatte und Vergünstigungen achten. Manche Versicherer bieten zum Beispiel einen Preisnachlass an, wenn gleich mehrere Tiere versichert werden. Auch für gechipte oder tätowierte Vierbeiner kann es Preisnachlässe geben.

Es kann sich also lohnen, unterschiedliche Anbieter und Tarife zu vergleichen. Wer die richtigen Konditionen für seine Bedürfnisse findet, kann einiges sparen und sich vor hohen Tierarztrechnungen schützen.


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