Kurzurlaub statt Krankenkassenbeitrag

6,9 Milliarden Euro. So hoch soll die Entlastung für deutsche Kassenpatienten sein. Die Regierung bittet stattdessen ihre Chefs zur Kasse. Die Ersparnisse für Arbeitnehmer können sich sehen lassen. Ein Kurztrip mehr im Jahr ist für viele drin.

11.06.2018
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  • 11.06.2018
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Paar im Auto
© g-stockstudio/www.shutterstock.com

Bereits im Januar dieses Jahres haben wir darüber berichtet, dass Union und SPD neue Regelungen für die gesetzliche Krankenversicherung anstreben. Was im Koalitionsvertrag festgehalten wurde, wird zum 01. Januar 2019 Realität. Arbeitgeber sollen wieder mehr für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen. Für Arbeitnehmer bedeutet das merkliche Ersparnisse.

Arbeitgeber zahlen bald die Hälfte

Für die Krankenversicherung muss der gesetzlich festgelegte Beitragssatz gezahlt werden. Dieser beträgt 14,6 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen jeweils die Hälfte, also 7,3 Prozent. Hinzu kommt der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt. Aktuell liegt er im Schnitt bei 1,0 Prozent des Bruttogehalts, wobei es von Kasse zu Kasse Unterschiede gibt. Der Arbeitnehmer muss den Zusatzbeitrag selbst aufbringen.

Das soll sich nun ändern. Ab Januar 2019 sollen die Zusatzbeiträge paritätisch gezahlt werden. Das bedeutet, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich die Kosten teilen. Arbeitnehmer sparen also die Hälfte – insgesamt sollen Versicherte um 6,9 Milliarden Euro entlastet werden.



Ersparnis hängt vom Einkommen ab

In jedem Fall gilt: Es bleibt mehr Netto vom Brutto. Ob Versicherte sich von den Ersparnissen einen Tagesausflug oder sogar einen Wochenendtrip leisten können, hängt von ihrem Einkommen und der Höhe des Zusatzbeitrags ab.

Weil der Zusatzbeitrag ein Prozentsatz des Bruttoeinkommens ist, sparen Arbeitnehmer umso mehr Geld, je mehr sie verdienen. Das gilt allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.425 Euro. Wer monatlich also 8.000 Euro verdient, spart nicht mehr als jemand mit einem Bruttoeinkommen von 4.500 Euro.

Private Krankenversicherung: Für die Gesundheit nur das Beste

Gleichzeitig spielt es eine Rolle, wie hoch der Zusatzbeitrag der Krankenkasse ist. Je höher der Prozentsatz, desto höher auch die Ersparnis.

Legt man einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,0 Prozent zugrunde, sparen Arbeitnehmer zwischen 7,50 und 22,13 Euro im Monat. Aufs Jahr gerechnet sind das zwischen 90 und 265,56 Euro. Genug für einen Tages- oder Kurztrip:
  

Monatsgehalt (brutto)Monatliche ErsparnisJährliche Ersparnis
1.500 €7,50 €
90 €
2.000 €10,00 €
120 €
2.500 €12,50 €
150 €
3.000 €15,00 €
180 €
3.500 €17,50 €
210 €
4.000 €20,00 €
240 €
4.500 €22,13 €
265,56 €
5.000 €22,13 €

265,56 €


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